Otto-und-Emma-Horn-Stiftung Meißen

 

Tätigkeitsbericht 2013

 

Inhaltsverzeichnis

  1.  Vorwort
  2. Vermögensverwaltung
    2.1. Vermögensentwicklung
    2.2. Vermögensrückübertragung
    2.3. Schlossberg 13 und 14
    2.4. Baderberg 2 und 3
    2.5. Mietaufstellung
  3. Jahresabschluss und Prüfbericht
  4. Stiftungszweckausgaben

 

 

1. Vorwort
Die Arbeit der Stiftung wurde im Jahr 2013 durch zwei Aufgaben wesentlich bestimmt. Das war bei den Immobilien der Beginn der Sanierung des Gebäudes Baderberg 2. Weiterhin gab es beim Verkauf des Stiftungsvermögens lange Auseinandersetzungen mit den Kunstsammlungen Dresden mit dem Ziel, eine für die Stiftung vertretbare Lösung für den Verkauf der Münzsammlung zu finden. Die Verhandlungen zogen sich am Ende bis Februar 2014, wobei die Konturen für die Lösung aber Ende des Jahres feststanden.

 

2. Vermögensverwaltung

2.1. Vermögensentwicklung

Folgende Vermögenswerte kann die Stiftung 2013 bilanzieren:

Geschäftsjahr Vorjahr
Stiftungsgrundstockvermögen 326.593,93 € 326.593,93 €
Gewinn 75.873,24 € 70.377,10 €
Mittelvortrag 4.291,55 € 277.160,53 €
Rücklagen
a) Zweckrücklage
b) freie Rücklage 43.840,38 € 43.840,38 €
Stiftungszweckausgaben 4.950,00 € 2.350,00 €

Die Aufgabe, angemessene finanzielle Erlöse aus dem Stiftungsvermögen (Münzsammlung, Skulpturensammlung, Uhrensammlung, Zinn) zu akquirieren, belastet die Stiftungsbilanz weiterhin. Fraglos ist hier Ausdauer und Geduld gefragt. Diese Verkäufe werden das Schicksal und den finanziellen Stand der Stiftung langfristig bestimmen.

 

2.2. Vermögensrückübertragung

Aus der Münzsammlung konnte eine weitere Tranche an die Kunstsammlungen Dresden in Höhe von 45.869,50 € verkauft werden. Dazu wurde wieder ein Gutachter eingeschaltet, um die Arnoldschen Ankaufswerte zu überprüfen.

Im Verlaufe des Jahres zeichnete sich ab, dass die Kunstsammlungen Dresden eine generöse Spende in Höhe von 600.000 € für den Ankauf von weiteren Münzen aus der Sammlung Horn erhalten werden. Die Verhandlungen über diese Ankäufe zogen sich bis Anfang 2014. Inzwischen sind die Verträge unterschrieben. Grundlage für den Verkauf waren für uns in dem Fall aktuelle Marktwerte der Münzen, deren Schätzung in bewährter Manier Herr Arne Kirsch als vereidigter Gutachter erledigt hat. Hier ist zu berücksichtigen, dass die Wertentwicklung bei Münzen gegenwärtig sehr dynamisch und das Arnoldsche Gutachten inzwischen fünf Jahre alt ist. Es ist weiterhin geplant, die Restbestände der Münzsammlung an das Münzhaus Künker in Osnabrück zu verkaufen. Künker ist ein europaweit agierendes renommiertes Münzhaus, das uns optimale Verkaufswerte erwarten lässt. Die Vertragsdetails waren bis Jahresende noch nicht im Detail ausgehandelt. Herr Rechtsanwalt Eggert wird auch an der Stelle beweisen, dass eine gute juristische Begleitung die Grundlage für den Stiftungserfolg ist.

Bei weiteren Vermögenswerten wurden wichtige Schritte eingeleitet. Für die Schätzung der Uhrensammlung habe ich einen renommierten Experten und Gutachter Jürgen Ehrt gefunden. Er wurde mit der Schätzung der Kernsammlung im Oktober 2013 beauftragt. Das Gutachten wird bis Februar 2014 vorliegen. Zuvor ist diese Sammlung fotografisch dokumentiert worden. Das geschah in Zusammenarbeit mit Herrn Ehrt und dem Fotostudio Swillus aus Meißen. Diese fotografische Dokumentation ist eine Grundlage für den Verkauf der sogenannten Uhren-Kernsammlung wie auch der übrigen Teile der Uhrensammlung. Diese umfänglichen Arbeiten – es sind ca. 750 Einzelteile zu dokumentiern – wird das Fotostudio Swillus anschließend an die Erfassung der Kern-Sammlung ausführen, sodass mit dem Abschluss der Arbeiten im Mai 2014 zu rechnen ist.

Für die Skulpturensammlung wurde ebenfalls die fotografische Dokumentation durch das Fotostudio Swillus erstellt. Als vereidigter Gutachter konnte für die Sammlung Herr Dr. Martin Pacher aus Würzburg gewonnen werden. Das Gutachten liegt seit Oktober 2013 vor. Als weiterer Schritt wurden wegen der Skupturensammlung Kontakt mit der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Frau K. Mieth, aufgenommen. Es soll geprüft werden, welche Möglichkeiten es gibt, um Sammlungsteile (Schwerpunktmäßig Sachsen und Oberlausitz) im Zusammenarbeit und mit Förderung durch die Museumsstelle in öffentlichen Museen gehalten werden können. Des Weiteren ist für die Skulpturensammlung geplant, ein kunsthistorisches Gutachten zu erarbeiten, um die Bedeutung und Wertigkeiten der Sammlungsbereiche in den Verhandlungen besser darstellen zu können. Leider gab es dazu bislang keine verwertbaren Einschätzungen. Herrn Dr. Marius Winzeler aus Görlitz, einer der besten Kenner sächsischer und vor allem oberlausitzer Plastik, konnte dafür gewonnen werden. Das Gutachten wird er Anfang 2014 erarbeiten.

 

2.3. Schlossberg 13 und 14

An dem sanierten Gebäude Schlossberg 14 gab es keine weiteren Arbeiten. Kleine Baunterhaltsmassnahmen werden 2014 realisiert: Sockelputz und Farbausbesserungen.

Im Bereich der Gaststätte „Winkelkrug“ gibt es einen Sanierungsrückstau, der allerdings erst nach dem Auszug der gegenwärtigen Pächter abgebaut werden kann. Dafür gibt es 2015 mit dem Auslauf des Pachtvertrages eine Möglichkeit. Wir werden sehen, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, den Vertrag zu kündigen.

 

2.4. Baderberg 2 und 3

Die Sanierung der Außenhülle war der Arbeitsschwerpunkt der Stiftung im Jahre 2013. Wir hatten bereits im Dezember 2012 mit der Dachtragwerksanierung begonnen. Wegen der erforderlichen Deckenertüchtigung wurden über 30 qm Holz verbaut. Das Baujahr war nach den Umständen schwierig. Erst ein langer Winter, Frosttemperaturen bis Ende April. Danach kam das Hochwasser, mit entsprechenden Kollateralschäden war der Bau für 3 Wochen unterbrochen. Infolge wurden die Baukapazitäten knapp. Es wurde das Dach neu gedeckt, die Fenster und Außentüren neu gefertigt bzw. restauriert, der komplette Außenputz erneuert und das Gebäude mit einem Anstrich versehen. Restarbeiten, wie die Pflasterung des Innenhofes und die Errichtung der Balkonanlagen wurden auf 2014 verschoben. Wir sind in der Planung bei den Wohnflächen im 3. OG und den Einraumwohnungen im Nordflügel. Als komplette Sanierung soll 2014 der Baderberg 3 folgen, was die Kündigung des Kostümfundus voraussetzt. Für die große Wohnung im DG und auch für die große Wohnung im Baderberg 3 OG/DG sind Mieter vorhanden. Bei den Baupreisen zeigt sich eine sehr dynamische Entwicklung, die wir trotz der Ausschreibung nicht kompensieren konnten. Gegenüber dem Ansatz von 2010 sind die Baupreise um über 30 % gestiegen.

 

2.6. Mietaufstellung

Schlossberg 13

EG – vermietet
I. OG – vermietet
DG – unsaniert, als Lager vermietet

Schlossberg 14

EG – vermietet
I. OG – vermietet
II. OG – vermietet

Baderberg 3

EG – vermietet
I. OG – vermietet

Baderberg 2

EG – vermietet
I. OG – vermietet (außer unsanierter Nordtrakt, Ausbau 2014)
II. OG – vermietet (außer unsanierter Nordtrakt, Ausbau 2014)
III.OG – 50 qm vermietet, 150 qm unsaniert, Rohbau, Ausbau 2014

 

3. Jahresabschluss und Prüfbericht 2013

Der Jahresabschluss mit Prüfbericht 2013 wurde in bewährter professioneller Form vom Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dipl.-Kfm. Andreas Brückner, Noerr LLP in Dresden erarbeitet.

 

4. Stiftungszweckausgaben

Stiftungszweckausgaben wurden 2013 in Höhe von 4.950,00 € realisiert. Zuwendungen erhielten das Stadtmuseum Meißen für 17 Porzellanmedaillen mit einem Wert von 4.250,00 €, das „Kuratorium rettet Meißen jetzt“ in Höhe von 200,00 €, der Verein „Steingut“ e.V. aus Burkhardswalde in Höhe von 200,00 € und die „Deutsche Burgenvereinigung, Landesgruppe Sachsen“ e.V. in Höhe von 500,00 €.

Meißen, den 20.04.2014

Tom Lauerwald
Stiftungsverwalter