Zum vierten Mal gibt es im Februar Gelegenheit, sich Stücke des Meißner Sammlers Horn zu sichern.
Sächische Zeitung vom 14.01.2016 von PETER ANDERSON

Osnabrück/Meißen. Das Osnabrücker Auktionshaus Künker hat jetzt angekündigt, am 9.,SZ 14.01.2016 Meißner Münzschatz bei Auktion 10. und 11. Februar hunderte Münzen aus der Sammlung des Meißner Weinhändlers und Kunstliebhabers Otto Ernst Horn zu versteigern. Es handelt sich dabei um  die vierte Tranche von insgesamt 45 000 Münzen. Medienberichten zufolge wird daraus ein Erlös von rund 200 000 Euro erwartet. Dieser kommt der Meißner Otto-und-Emma-Horn-Stiftung zugute. Bei den im Februar versteigerten Münzen handelt es sich laut Katalog um deutsche Münzen und Medaillen, Stücke aus dem Habsburgischen Erbland Österreich, aus Übersee, Europa und Russland. Die Münzsammlung von Ernst Otto Horn sei für die heutige Sammlergeneration nicht zuletzt wegen ihrer eignen Geschichte von besonderer Faszination, so Auktionshauschef Otto Ernst Künker. Die Versteigerung der ersten und besonders wertvollen Teile der Sammlung hätten dieses Phänomen in, den vergangenen Monaten auf eindrucksvolle Weise bestätigt.  Der ursprünglich 65 000 Münzen um­ fassende Schatz des Kaufmanns und Kunstliebhabers Otto Ernst Horn gehörte vor 1945 zu den deutschlandweit größten und wertvollsten Kollektionen auf diesem Gebiet. In seinem Testament hatte Horn die Gründung einer seinen Eltern gewidmeten Stiftung festgelegt. Am 7. Mai 1945 schied der Meißner Weinhändler und Kunstliebhaber zusammen mit seiner Haushälterin freiwillig aus dem Leben. In den Nachkriegswirren wurde seine Sammlung teilweise zerstreut, konnte sich die Stiftung nicht etablieren. Dies gelang erst nach der Friedlichen Revolution von 1989. Allerdings waren jahrelange Rechtsstreitigkeiten und komplizierte Verhandlungen nötig, um die Münzen sowie Hunderte mittelalterliche Skulpturen, wertvolle Uhren, Grafiken und Fotografien wieder in den Besitz der Stiftung zu bringen. Erst in den vergangenen Jahren konnte der letzte Willen Ernst Otto Horns erfüllen. Dieser wollte mit seinem Vermögen die Stadt verschönern, Stadtmuseum und Geschichtsverein fördern, sowie bedürftige ältere Bürger, Schüler und Studenten unterstützen. Genau dies setzt die Otto-und-Emma-Horn-Stiftung jetzt um. Insgesamt erhofft sich die Stiftung aus dem Verkauf der Münzen Einnahmen von rund 1,6 Millionen Euro. Bedeutende Stücke hatte sich vor der  Auktionen bei Künker für 1.1Millionen Euro das Dresdner Münzkabinett gesichert.

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